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Wie Humanfrog begann, Kroatisch, Italienisch, Deutsch und Ungarisch zu sprechen


Die mehrsprachige Website stand eineinhalb Jahre auf unserer Aufgabenliste, doch wir fanden nie den richtigen Zeitpunkt dafür. Kundenprojekte, Infrastruktur, Entwicklung und andere tägliche Verpflichtungen hatten stets Vorrang, sodass sich die Umsetzung der englischen Version der Website unmerklich verzögerte. Das Problem lag nicht am Mangel an Inhalten oder Know-how, sondern an einem Prozess, der zu viel Zeit und Abstimmung erforderte. Eine Lösung fanden wir erst, als wir das Übersetzen mit dem bestehenden Veröffentlichungsprozess verknüpften.

Vorerst nur Englisch 

»Vorerst stellen wir die Website auf Englisch live, die Übersetzungen fügen wir später hinzu.« Diese Entscheidung fiel in einem unserer Meetings, als der Veröffentlichungstermin der Website schnell näher rückte und es zu viele Sprachversionen gab, um sie rechtzeitig vorzubereiten. Die Übergangslösung schien sinnvoll, weil wir überzeugt waren, die Übersetzungen bald nach der Veröffentlichung zu erledigen. 

Das Problem lag nicht nur im eigentlichen Übersetzen. Jede Sprachversion musste vorbereitet, geprüft und eingepflegt und bei jeder Inhaltsänderung entsprechend aktualisiert werden. Schon eine kleine Korrektur auf der Ausgangsseite konnte eine neue Runde der Abstimmung zwischen den einzelnen Sprachversionen bedeuten. 

Die Inhalte waren vorhanden, ebenso das Know-how und die technischen Möglichkeiten. Es fehlte vor allem ein effizienter Ansatz, mit dem sich mehrsprachige Inhalte ohne zusätzlichen manuellen Aufwand und ständige Abstimmung verwalten ließen. Daher blieb die Übergangslösung deutlich länger bestehen, als wir ursprünglich geplant hatten. 

Die Lösung war die ganze Zeit in Reichweite 

Obwohl wir uns täglich mit Entwicklung, Inhalten und digitalen Lösungen für Kunden beschäftigen, warten eigene Verbesserungen oft auf einen günstigeren Zeitpunkt. Die eigene Website ist häufig das, was zuletzt an die Reihe kommt. Der Schuster hat eben oft die schlechtesten Schuhe. 

In unserem Fall war die Situation noch etwas ungewöhnlicher. Zum Team gehört auch Josh Rocchio, ein US-Amerikaner, der seit zwanzig Jahren in Slowenien lebt und die englischen Inhalte schnell und mit minimalen Kosten an andere Sprachen hätte anpassen können. Die Lösung lag uns also buchstäblich vor, dennoch kam die Aufgabe eineinhalb Jahre lang nicht zur Umsetzung. 

Das zeigte klar, dass das Problem nicht im Zugang zu Know-how oder Übersetzern lag. Es fehlte vor allem ein System, das das Übersetzen in die laufende Pflege der Website integriert und den manuellen Aufwand reduziert. 

Seit letzter Woche ist es anders 

Unsere Website ist nun in mehreren Sprachen verfügbar, und die Übersetzung neuer Inhalte ist automatisiert. Wir erstellen die Inhalte in der Ausgangssprache, anschließend generiert das System die entsprechenden Sprachversionen. Übersetzungen sind damit keine separate Aufgabe mehr, die auf einen günstigeren Zeitpunkt wartet, sondern entstehen gemeinsam mit den neuen Inhalten. 

Wie es funktioniert 

Im Hintergrund arbeiten KI-Agenten, die direkt mit unseren CMS-Systemen verbunden sind. Ihre Aufgabe ist nicht nur die Übersetzung des Textes, sondern die Erstellung vollständiger Sprachversionen, die Inhaltsstruktur, Terminologie, Kontext und die Besonderheiten der jeweiligen Märkte berücksichtigen. 

Wenn ein Redakteur neue Inhalte erstellt, dann: 

  • erkennt das System alle Elemente, die zu übersetzen sind, 

  • erstellt Versionen in allen unterstützten Sprachen, 

  • bewahrt die Seitenstruktur und die Anordnung der Inhalte, 

  • berücksichtigt die vereinbarte Fachterminologie, 

  • passt einzelne Textpassagen an Sprache, Markt und Zielgruppe an, 

  • platziert die Inhalte in den entsprechenden Sprachfeldern im CMS. 

Dabei handelt es sich nicht lediglich um eine wörtliche Übersetzung. Das System kann einzelne Begriffe, Sätze oder Akzente so anpassen, dass die Inhalte in jeder Sprache natürlich wirken und denselben Sinn, Zweck und Ton der Kommunikation beibehalten. 

Die endgültige Entscheidung liegt weiterhin bei der Redaktion. Jede Sprachversion kann vor der Veröffentlichung geprüft, bearbeitet, freigegeben oder abgelehnt werden. Die Automatisierung ersetzt den menschlichen Review also nicht, sondern verkürzt die Zeit für Erstellung, Prüfung und Pflege mehrsprachiger Inhalte. 

Welche CMS-Systeme wir unterstützen 

Die Lösung ist modular aufgebaut und daher nicht an eine einzige Umgebung gebunden. Bei der Integration berücksichtigen wir die Struktur des jeweiligen Systems, das Datenmodell, die Sprachversionen und die Redaktionsrollen. So lässt sie sich in die bestehenden Content-Management-Prozesse integrieren, ohne die Arbeitsweise des Redaktionsteams grundlegend ändern zu müssen. 

Aktuell unterstützen wir: 

  • Laravel mit der Plattform Twill, 

  • Umbraco CMS, 

  • WordPress. 

Nach demselben Prinzip können wir die Lösung auch in andere CMS integrieren, sofern sie eine entsprechende Integration und das Management mehrsprachiger Inhalte ermöglichen. Entscheidend ist, dass sich die Lösung der technischen Umgebung des Unternehmens und seinen tatsächlichen Anforderungen anpasst – nicht umgekehrt. 

Wann eine solche Lösung sinnvoll ist 

Eine solche Lösung eignet sich besonders für Unternehmen, die Websites in mehreren Sprachen betreiben, regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen oder in verschiedenen Märkten aktiv sind. Je mehr Sprachversionen und je häufiger die Änderungen, desto mehr Zeit erfordern Übersetzen, Prüfen und Abstimmen der Inhalte. 

Am meisten profitieren Teams, die: 

  • die Zeit von der Erstellung bis zur Veröffentlichung verkürzen möchten, 

  • den Umfang wiederkehrender manueller Arbeit reduzieren möchten, 

  • eine höhere Konsistenz zwischen den Sprachversionen sicherstellen möchten, 

  • die Kontrolle über Qualität und finale Veröffentlichung behalten möchten, 

  • die langfristige Pflege mehrsprachiger Inhalte vereinfachen möchten. 

Die Lösung ist jedoch nicht nur auf umfangreiche Websites beschränkt. Sie ist überall sinnvoll, wo mehrsprachige Inhalte ein regelmäßiger Teil der Arbeit sind und der aktuelle Prozess zu viel Zeit, Abstimmung oder manuelle Eingriffe erfordert. 

Was wir gelernt haben 

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das Problem oft nicht im Mangel an Wissen oder technischen Möglichkeiten liegt, sondern in Prozessen, die zu viel Zeit, Abstimmung und manuelle Arbeit erfordern. Solange Übersetzen eine separate Aufgabe bleibt, wird sie häufig am einfachsten auf später verschoben. 

Als wir das Übersetzen direkt ins Content-Management integriert haben, hat sich die gesamte Arbeitsweise verändert. Eine Aufgabe, die eineinhalb Jahre auf der Liste stand, wurde zu einem beherrschbaren und wiederholbaren Teil des täglichen Prozesses. 

Der wahre Wert der Automatisierung liegt daher nicht nur in der schnelleren Übersetzung einzelner Texte. Wichtiger ist, dass sie die Zahl manueller Schritte reduziert, die Pflege der Inhalte vereinfacht und dafür sorgt, dass Sprachversionen dann bereitstehen, wenn wir sie tatsächlich benötigen. 

Wir helfen mit


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    Unsere Kernkompetenz ist das Erschließen des richtigen Mehrwerts für alle Stakeholder in einem dynamischen und sich schnell verändernden technologischen Umfeld. Mit einem abgestimm...

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