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VMware Alternative Proxmox VE: Kostenvergleich und TCO-Rechner

Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom wurden unbefristete Lizenzen durch ein Abonnementmodell ersetzt, das pro CPU-Kern abgerechnet wird. Für die meisten Unternehmen sind die Virtualisierungskosten dadurch spürbar gestiegen. Proxmox VE ist eine Open-Source-Virtualisierungsplattform auf Basis von KVM, bei der nur ein optionales Support-Abonnement pro CPU-Sockel anfällt.

Der Wechsel kann sich finanziell lohnen, passt aber nicht zu jeder Umgebung. Berücksichtigen müssen Sie Migration, Backup, das Know-how Ihres Teams und Abhängigkeiten vom VMware-Ökosystem. Mit dem Rechner unten vergleichen Sie die Kosten anhand Ihrer eigenen Daten.

TCO-Rechner: VMware oder Proxmox

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TCO-Rechner: VMware oder Proxmox

Geben Sie die Daten Ihrer Umgebung und die Preise aus Ihren Angeboten ein. Alle Standardwerte sind Annahmen und dienen nur als Ausgangspunkt.

Ihre Umgebung
VMware berechnet mindestens 16 Kerne pro Prozessor.
VMware by Broadcom
Annahme – tragen Sie Ihr eigenes Angebot ein. Das Abonnement wird pro Kern berechnet, mindestens 16 Kerne pro Prozessor.
Proxmox VE

Die Standardpreise sind Annahmen auf Grundlage der öffentlichen Preisliste (ohne USt.). Aktuelle Preise finden Sie auf proxmox.com.

Gesamtkosten
Der Betrag wird beiden Plattformen zugerechnet.

Ergebnis

PositionVMwareProxmox VE
Abrechnungseinheit
Jahreskosten
Einmalige Migrationskosten
Gesamt für
Differenz

Alle Standardwerte sind Annahmen und kein Angebot. Die Berechnung enthält keine Hardware, keinen Speicher, keine Zusatzprodukte, keinen internen Aufwand und keine Schulungen. Verwenden Sie für eine genaue Berechnung die Preise aus Ihren eigenen Angeboten.

Die Berechnung erfolgt in Ihrem Browser. Ihre Antworten werden nur übermittelt, wenn Sie das Kontaktformular unten absenden.

Was sich bei VMware geändert hat

Broadcom hat nach der Übernahme von VMware Ende 2023 die Art des Verkaufs grundlegend geändert. Abonnements ersetzten unbefristete Lizenzen mit Wartung, das Angebot wurde in wenigen Paketen gebündelt (zum Beispiel VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation), und der Preis wird pro CPU-Kern berechnet. Pro Prozessor werden mindestens 16 Kerne berechnet. Auch das Partnerprogramm hat sich geändert, sodass viele Organisationen den Anbieter gewechselt oder deutlich andere Angebote erhalten haben.

Bei modernen Prozessoren mit vielen Kernen und bei Unternehmen, die nur Grundfunktionen nutzten, bedeutete das häufig spürbar höhere Jahreskosten. Deshalb prüfen immer mehr Organisationen eine VMware Alternative. Am häufigsten genannt wird Proxmox VE. Einen groben Kostenvergleich erstellen Sie mit dem Rechner auf dieser Seite.

Was ist Proxmox VE

Proxmox Virtual Environment ist eine Open-Source-Virtualisierungsplattform des österreichischen Unternehmens Proxmox Server Solutions. Sie basiert auf Debian Linux, dem Hypervisor KVM für virtuelle Maschinen und LXC für Container. Verwaltet wird sie über eine Weboberfläche, die Kommandozeile oder eine API.

  • Hochverfügbarkeits-Cluster und Live-Migration virtueller Maschinen,
  • integrierter verteilter Ceph-Speicher sowie Unterstützung für ZFS, NFS, iSCSI und weitere Speichertypen,
  • Software-Defined Networking (SDN) und integrierte Firewall,
  • Backup mit dem Proxmox Backup Server oder Lösungen von Drittanbietern wie Veeam,
  • Import-Assistent für virtuelle Maschinen direkt von ESXi.

Die Software ist kostenlos. Das Abonnement wird pro CPU-Sockel und Jahr berechnet und umfasst den Zugang zum stabilen Update-Repository sowie, je nach Paket, den technischen Support des Herstellers. Die Zahl der Kerne wirkt sich nicht auf die Kosten aus.

VMware und Proxmox VE im Vergleich

BereichVMware vSphere (Broadcom)Proxmox VE
LizenzmodellAbonnement pro Kern, mindestens 16 Kerne pro ProzessorOpen Source, optionales Abonnement pro Prozessor
HypervisorESXiKVM (und LXC für Container)
Hochverfügbarkeit, Live-MigrationJa (HA, vMotion)Ja (HA, Live-Migration)
Software-Defined StoragevSAN (je nach Paket)Ceph, ZFS
Automatische LastverteilungDRS, ausgereift und verbreitetGrundlegende Möglichkeiten, je nach Version; oft ist zusätzliche Automatisierung nötig
Ökosystem und IntegrationenSehr breit, viele zertifizierte LösungenWachsend, offene API, Unterstützung führender Backup-Lösungen
Know-how am MarktWeit verbreitetBasiert auf Linux und KVM; das Team braucht Linux-Kenntnisse

Proxmox VE ersetzt nicht alle Teile des VMware-Ökosystems unmittelbar. Wenn Sie zum Beispiel NSX für Mikrosegmentierung, VMware Horizon für virtuelle Desktops oder die Aria-Werkzeuge für Automatisierung nutzen, müssen Sie für diese Funktionen separate Lösungen finden.

So berechnen Sie die TCO

Ein Vergleich der Lizenzpreise genügt nicht. Die Gesamtkosten (TCO) über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren umfassen:

  • Abonnements: bei VMware die Zahl der lizenzierten Kerne mal Preis pro Kern, bei Proxmox die Zahl der Prozessoren mal Preis des Support-Pakets,
  • Migration: einmalige Kosten für Planung, Tests, Übertragung und Anpassungen,
  • Backup: oft ähnlich auf beiden Plattformen, wenn Sie beim selben Anbieter bleiben,
  • Know-how und Arbeitsaufwand: Schulung des Teams und gegebenenfalls externer Support,
  • Hardware und Speicher: der Wechsel ist eine gute Gelegenheit zur Überprüfung, aber nicht zwingend nötig.

Wichtig ist zu verstehen, wie die Hardware das Ergebnis beeinflusst. Da VMware pro Kern und Proxmox pro Prozessor abrechnet, wächst der Unterschied mit der Zahl der Kerne. Ein Server mit zwei 32-Kern-Prozessoren bedeutet bei VMware 64 lizenzierte Kerne, bei Proxmox zwei Abonnements. Bei Prozessoren mit weniger als 16 Kernen berechnet VMware trotzdem 16 Kerne pro Prozessor, kleinere Umgebungen entgehen dem Mindestbetrag also nicht. Eine Konsolidierung auf weniger, aber leistungsstärkere Server wirkt sich auf beiden Plattformen daher finanziell unterschiedlich aus.

Der Rechner deckt die ersten drei Positionen ab. Alle Standardpreise sind Annahmen: Geben Sie den VMware-Preis aus Ihrem Angebot ein und prüfen Sie die Preise der Proxmox-Abonnements auf der offiziellen Seite des Herstellers.

So läuft die Migration ab

  1. Bestandsaufnahme. Virtuelle Maschinen, Betriebssysteme, Abhängigkeiten, Speicher, Netzwerke und die VMware-Funktionen, die Sie tatsächlich nutzen.
  2. Architekturplanung. Größe des Clusters, Speicher (Ceph, ZFS oder vorhandenes SAN), Netzwerke und Backup.
  3. Pilot. Übertragung weniger kritischer Server, Prüfung von Leistung und Wiederherstellungsverfahren.
  4. Schrittweise Migration. Übertragung in Gruppen in vereinbarten Wartungsfenstern, mit Installation der VirtIO-Treiber und Funktionsprüfung.
  5. Übergabe in den Betrieb. Überwachung, Updates, Dokumentation und Schulung des Teams.

In den meisten Umgebungen lässt sich die Migration mit relativ kurzen Unterbrechungen einzelner Dienste durchführen. Kritische Systeme mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen sind gesondert zu planen.

Backup, Sicherheit und Support

Beim Wechsel der Virtualisierungsplattform sind drei Bereiche besonders zu beachten, die ein Lizenzvergleich nicht zeigt.

Backup. Veeam Backup & Replication unterstützt Proxmox VE, sodass Organisationen, die Veeam bereits nutzen, dieselben Verfahren, Aufbewahrung und unveränderlichen Kopien beibehalten können. Eine Alternative ist der Proxmox Backup Server, der inkrementelle Backups mit Deduplizierung und Verschlüsselung bietet. Testen Sie in jedem Fall vor der Migration von Produktivsystemen die Wiederherstellung ganzer virtueller Maschinen und einzelner Dateien.

Sicherheit und Compliance. Der Hypervisor ist ein kritischer Teil der Infrastruktur. Sorgen Sie für regelmäßige Updates aus dem stabilen Repository, getrennten Verwaltungszugang, Multi-Faktor-Authentifizierung für Administratoren, zentrale Protokollierung und Netzwerksegmentierung. Für Unternehmen, die unter NIS2 fallen, gehören diese Maßnahmen zum verpflichtenden Risikomanagement, mehr dazu im Leitfaden NIS2-Umsetzung. Wer die Daten zudem in europäischen Rechenzentren und unter eigener Kontrolle halten möchte, profitiert von einer Plattform ohne Abhängigkeit von einem einzelnen Hersteller.

Support. Die Proxmox-Abonnementpakete unterscheiden sich in der Zahl der Support-Anfragen und in den Reaktionszeiten. Für Produktivumgebungen mittlerer und großer Unternehmen ist die Kombination aus Herstellerabonnement und einem Partner sinnvoll, der Ihre Umgebung kennt und gut erreichbar ist.

Schrittweises Vorgehen. Der Wechsel muss nicht auf einmal erfolgen. Häufig wird ein neuer Proxmox-VE-Cluster zuerst für Entwicklungs- und Testumgebungen genutzt, dann für weniger kritische Produktivsysteme und erst danach für zentrale Anwendungen, wenn das Team Erfahrung gesammelt hat.

Wann der Wechsel sinnvoll ist

Der Wechsel zu Proxmox VE ist in der Regel sinnvoll, wenn Sie überwiegend Basisvirtualisierung nutzen, viele Kerne pro Prozessor haben, Ihr VMware-Vertrag ausläuft und Sie Linux-Know-how haben oder sicherstellen können. Vorsicht ist bei Umgebungen geboten, die stark von NSX, Horizon oder von Softwarezertifizierungen abhängen, die VMware voraussetzen.

Humanfrog ist Proxmox- und Veeam-Silver-Partner. Wir unterstützen bei Bewertung der Umgebung, Architekturplanung, Migration und Betriebssupport, auch in Rechenzentren der Kategorie TIER III. Wenn Sie die Berechnung anhand Ihrer Umgebung prüfen möchten, sprechen Sie mit uns.

Häufig gestellte Fragen

Ist Proxmox VE kostenlos?
Die Software Proxmox VE ist Open Source (Lizenz GNU AGPLv3) und kann ohne Gebühr genutzt werden. Das Abonnement, das pro CPU-Sockel und Jahr berechnet wird, umfasst den Zugang zum stabilen Update-Repository (Enterprise Repository) und, je nach Paket, den technischen Support des Herstellers. Für Produktivumgebungen empfehlen wir es.
Wie lizenziert Broadcom VMware heute?
Broadcom verkauft VMware als Abonnement in Paketen (zum Beispiel VMware Cloud Foundation und vSphere Foundation), die pro CPU-Kern abgerechnet werden. Pro Prozessor werden mindestens 16 Kerne berechnet, auch wenn er weniger hat. Konditionen und eventuelle Mindestabnahmemengen klären Sie mit Ihrem Anbieter.
Unterstützt Veeam Proxmox VE?
Ja. Veeam Backup & Replication unterstützt die Sicherung und Wiederherstellung virtueller Maschinen unter Proxmox VE. Für Backups steht außerdem der Proxmox Backup Server zur Verfügung. Humanfrog ist Veeam-Silver- und Proxmox-Partner.
Wie läuft die Migration von VMware zu Proxmox ab?
Proxmox VE hat einen integrierten Import-Assistenten, der virtuelle Maschinen direkt von ESXi übernimmt. Die Migration erfolgt in der Regel schrittweise: zuerst Bestandsaufnahme und Kompatibilitätsprüfung, dann eine Testgruppe weniger kritischer Server und zuletzt die Produktivsysteme in vorab vereinbarten Wartungsfenstern. Treiber (VirtIO), Netzwerk und Backup müssen angepasst werden.
Ist Proxmox für große Unternehmen geeignet?
Proxmox VE unterstützt Hochverfügbarkeits-Cluster, Live-Migration, verteilten Ceph-Speicher, Software-Defined Networking und zentrales Management. In großen Umgebungen kommt es darauf an, wie gut Architektur, Automatisierung und Betriebsprozesse gestaltet sind und ob Sie über passenden Support verfügen.
Welche Kosten berücksichtigt der Rechner nicht?
Der Rechner enthält keine Hardware, keinen Speicher, keine zusätzlichen VMware-Produkte (zum Beispiel vSAN oder NSX, sofern nicht im Paket enthalten), keinen internen Teamaufwand, keine Schulungen und keine Risiken, die mit dem Wechsel verbunden sind. Für eine vollständige Bewertung empfehlen wir eine Bestandsaufnahme der Umgebung und eine Pilotmigration.