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KI-Readiness: Ist Ihr Unternehmen bereit für Copilot und KI-Agenten?

Künstliche Intelligenz scheitert im Unternehmen selten am Modell. Pilotprojekte bleiben in der Regel bei Daten stecken, die nicht geordnet sind, bei zu weit gefassten Zugriffsrechten oder bei einem Projekt ohne Verantwortlichen. Die Einführung von KI ist daher zuerst ein organisatorisches und datenbezogenes Projekt, erst danach ein technologisches.

Der Selbsttest in sechs Bereichen zeigt, wo Ihr Unternehmen heute steht: von Strategie und Daten bis zu Steuerung und Konformität mit der KI-Verordnung. Er bewertet insbesondere, ob Sie bereit für Microsoft 365 Copilot sind, und schlägt vor, mit welchen Anwendungsfällen, von der Dokumentenverarbeitung bis zu KI-Agenten, ein Einstieg sinnvoll ist.

Wie bereit ist Ihr Unternehmen für künstliche Intelligenz?

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Wie bereit ist Ihr Unternehmen für künstliche Intelligenz?

Bewerten Sie 18 Aussagen in sechs Bereichen. Das Tool berechnet den Reifegrad, zeigt die Bereitschaft für Microsoft 365 Copilot und schlägt erste Anwendungsfälle und vorrangige Schritte vor.

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Ihre KI-Readiness

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Bereitschaft für Microsoft 365 Copilot

Empfohlene erste Anwendungsfälle

Auf Grundlage Ihrer stärkeren Bereiche eignen sich für den Start am besten:

Die KI-Verordnung legt auch Unternehmen Pflichten auf, die KI nur einsetzen. Prüfen Sie im Leitfaden KI-Verordnung (AI Act): Risikoklassen, in welche Risikoklasse Ihr Anwendungsfall fällt.

Die Bewertung beruht auf Ihrer Selbsteinschätzung und dient nur der Information. Sie ersetzt keine umfassende Bereitschaftsanalyse, keine Prüfung Ihrer Microsoft-365-Umgebung und keine Rechtsberatung.

Die Berechnung erfolgt in Ihrem Browser. Ihre Antworten werden nur übermittelt, wenn Sie das Kontaktformular unten absenden.

Warum KI-Pilotprojekte stecken bleiben

Die meisten Unternehmen haben künstliche Intelligenz bereits ausprobiert: einige Lizenzen für einen Chatbot, einen Proof of Concept zum Auslesen von Rechnungen oder einen Workshop mit einem Anbieter. Deutlich seltener gelangt eine Lösung in den Arbeitsalltag, wo sie messbare Wirkung entfaltet. Die Gründe wiederholen sich in der Praxis und haben nur selten mit der Wahl des Modells zu tun.

  • Die Daten sind nicht vorbereitet. Dokumente liegen in mehreren Versionen vor, wichtige Daten stehen in persönlichen Tabellen, die Systeme sind nicht miteinander verbunden. Ein Modell mit schlechten Eingangsdaten liefert unzuverlässige Antworten, und das Vertrauen der Benutzer schwindet schnell.
  • Die Zugriffsrechte sind zu weit gefasst. In einer Microsoft-365-Umgebung sammeln sich über die Jahre viele Ordner, Seiten und Gruppen an, die breiter freigegeben sind als nötig. Solange nur ein Mensch danach sucht, bleibt das Risiko verborgen. Ein KI-Assistent, der alles durchsuchen kann, deckt es schnell auf.
  • Das Projekt hat keinen Verantwortlichen. Den Piloten leitet die IT oder ein begeisterter Einzelner, der Fachbereich hat weder Mandat noch Zeit. Endet der Pilot, entscheidet niemand über Fortsetzung, Budget und Ausweitung.
  • Es gibt keinen Ausgangspunkt für die Messung. Ohne gemessenen Zustand vor dem Piloten lässt sich nicht belegen, dass die Lösung etwas verbessert hat, und die Investition in den Produktivbetrieb ist schwer zu begründen.

Die gute Nachricht: Alle vier Hindernisse sind organisatorischer Natur und lassen sich durch Planung beseitigen. Wo Sie heute stehen, prüfen Sie mit dem Selbsttest auf dieser Seite.

Der Bereitschaftsrahmen: sechs Bereiche

Der Selbsttest folgt sechs Bereichen, die gemeinsam darüber entscheiden, ob die Einführung von KI gelingt. Eine ähnliche Logik nutzen etablierte Rahmenwerke wie das NIST AI Risk Management Framework und die OECD-Grundsätze für künstliche Intelligenz: Technologie ist nur ein Teil, daneben sind Menschen, Prozesse und Risikomanagement gleich wichtig.

BereichSchlüsselfrageZeichen der Bereitschaft
Strategie und AnwendungsfälleWelches Geschäftsproblem lösen wir?Geordnete Liste von Anwendungsfällen mit messbaren Zielen
DatenSind die Daten hochwertig, zugänglich und haben sie einen Verantwortlichen?Datenverantwortliche und Klassifizierung nach Sensibilität
Technologie und InfrastrukturIst die Umgebung sicher und vernetzt?Geordnete Rechte, MFA, DLP, Vertraulichkeitsbezeichnungen, API
Menschen und KompetenzenKönnen Mitarbeitende KI sicher und sinnvoll nutzen?Programm zur KI-Kompetenz und Verantwortlicher für das Programm
Steuerung und ComplianceWer darf was unter welchen Bedingungen nutzen?KI-Nutzungsrichtlinie, Verzeichnis der Systeme, DSGVO-Prüfung
Umsetzung und ErgebnisseKönnen wir einen Piloten bis in den Produktivbetrieb bringen?Erfahrung mit Piloten, Wirkungsmessung, Budget

Das Tool gewichtet die Fragen: Mehr zählen jene, die ein Projekt häufig stoppen, zum Beispiel geordnete Zugriffsrechte, Datenqualität und ein klares Geschäftsziel. Der Gesamtwert ordnet Sie einer von vier Reifegradstufen zu: Orientierung, Pilotierung, Einführung oder Skalierung.

Microsoft 365 Copilot: was Sie vor der Einführung vorbereiten sollten

Für viele Unternehmen ist Copilot der erste Kontakt mit generativer KI im Arbeitsalltag, weil er in den Werkzeugen arbeitet, die die Mitarbeitenden bereits nutzen: Outlook, Teams, Word, Excel und PowerPoint. Microsoft hat das Produkt inzwischen in Microsoft Copilot umbenannt, in Lizenzen und Dokumentation taucht aber auch noch der frühere Name auf. Die Einführung ist technisch einfach, die Vorbereitung nicht.

Lizenzierung über einen CSP-Partner

Der einfache Copilot Chat ist in passenden Microsoft-365-Lizenzen enthalten und antwortet vor allem aus dem Web und aus Inhalten, die der Benutzer selbst anfügt. Für Antworten aus E-Mails, Dokumenten, Besprechungen und Chats der Organisation benötigen Sie eine zusätzliche Microsoft-365-Copilot-Lizenz. Die Lizenzen können Sie über einen Microsoft-CSP-Partner beziehen, der Ihnen bei der Wahl der richtigen Kombination hilft und sie an die Zahl der Benutzer anpasst. Humanfrog ist CSP-Partner, daher verbinden wir die Lizenzierung mit der Vorbereitung der Umgebung.

Zugriffsrechte und übermäßige Freigabe

Copilot zeigt dem Benutzer nach der Dokumentation von Microsoft nur Inhalte, auf die er mindestens Leserechte hat. Das ist zugleich Schutz und Risiko: Ist ein Ordner mit Gehältern versehentlich mit der gesamten Organisation geteilt, wird Copilot ihn finden. Prüfen Sie daher vor der Einführung SharePoint-Seiten und Teams-Teams, die mit allen geteilt sind, Links, die jeder öffnen kann, sowie inaktive Seiten. Microsoft bietet dafür Werkzeuge wie SharePoint Advanced Management.

Vertraulichkeitsbezeichnungen und DLP

Mit Vertraulichkeitsbezeichnungen in Microsoft Purview können Sie vertrauliche Dokumente kennzeichnen und bei Bedarf verschlüsseln. Copilot berücksichtigt bei verschlüsselten Inhalten die Nutzungsrechte, die der Benutzer hat. Richtlinien zur Verhinderung von Datenabfluss (DLP) und verpflichtende Multi-Faktor-Authentifizierung ergänzen diesen Schutz.

Einführung bei den Benutzern

Eine Lizenz allein verändert die Arbeitsweise nicht. Beginnen Sie mit einer Pilotgruppe aus mehreren Abteilungen, erstellen Sie Nutzungsszenarien je Rolle (Besprechungszusammenfassung, Angebotsentwurf, Analyse in Excel), benennen Sie Botschafter und verfolgen Sie die Nutzung in den Berichten des Admin Centers. Erst danach weiten Sie die Lizenzen aus.

KI-Agenten, Copilot oder Individuallösung

Nicht jedes Problem eignet sich für Copilot, und nicht jedes Problem muss mit Entwicklung gelöst werden. Die Wahl hängt davon ab, ob es um persönliche Produktivität, die Automatisierung eines Prozessteils oder um spezifisches Wissen und Daten des Unternehmens geht.

Copilot für Microsoft 365KI-AgentenIndividuallösung
ZweckUnterstützung Einzelner beim Schreiben, Zusammenfassen und SuchenSelbstständigere Ausführung von ProzessschrittenSpezifischer Prozess, spezifische Daten oder Anforderungen an den Datenschutz
BeispieleBesprechungszusammenfassungen, E-Mail-Entwürfe, Analyse in ExcelBearbeitung von Anfragen, Kundensupport, Vorbereitung von BestellungenDokumentenverarbeitung, Assistent für internes Wissen (RAG), lokales Modell
DatenInhalte in Microsoft 365, auf die der Benutzer Zugriff hatMicrosoft 365 und Geschäftssysteme über AnbindungenAusgewählte Quellen, auch außerhalb von Microsoft 365
VoraussetzungGeordnete Rechte, Bezeichnungen, EinführungIntegrationen, klare Regeln, menschliche KontrolleEntwicklungsteam, Wartung, Management des Modells
Zeit bis zur WirkungWochenWochen bis MonateMonate

Agenten lassen sich mit Werkzeugen wie Microsoft Copilot Studio oder als eigenständige Lösungen bauen, die mit ERP, CRM und Dokumentensystem verbunden sind. Dürfen die Daten Ihre Umgebung nicht verlassen, ist eine Individuallösung mit einem lokalen oder privaten Modell sinnvoll.

Vom Piloten zum Produktivbetrieb in 90 Tagen

Für einen klar abgegrenzten Anwendungsfall mit zugänglichen Daten sind 90 Tage ein realistischer Rahmen, um von der Auswahl zur ersten Produktivversion zu gelangen. Voraussetzung ist, dass Entscheidung und Verantwortlicher von Anfang an feststehen.

ZeitraumAktivitätenErgebnis
Woche 1 bis 2Auswahl des Anwendungsfalls, Verantwortlicher, Ausgangsmessungen, Bewertung von Risiken und DSGVOBestätigter Umfang und Erfolgskriterien
Woche 3 bis 4Aufbereitung von Daten und Rechten, Sicherheitseinstellungen, Wahl der TechnologieVorbereitete Umgebung
Woche 5 bis 8Pilot mit echten Anwendern und Daten, wöchentliche VerbesserungenGemessene Wirkung und Rückmeldungen
Woche 9 bis 10Bewertung der Ergebnisse, Entscheidung über den Produktivbetrieb, KostenplanEntscheidung der Geschäftsleitung
Woche 11 bis 13Produktivsetzung, Schulung, Überwachung und SupportLösung im Arbeitsalltag

Wie Sie den Ertrag messen

Den Ertrag von KI weisen Sie am leichtesten bei Prozessen nach, die Sie schon heute messen. Halten Sie vor dem Piloten Bearbeitungszeit, Fehlerzahl, Reaktionszeit oder Kosten pro Transaktion fest und vergleichen Sie nach der Einführung dieselben Kennzahlen. Berücksichtigen Sie auf der Kostenseite alles: Lizenzen oder Verbrauch, Integrationen, Datenbereinigung, Sicherheit, Schulung und Wartung.

Bei Werkzeugen für persönliche Produktivität wie Copilot lässt sich die Zeitersparnis schwerer genau messen. Verfolgen Sie die tatsächliche Nutzung, Befragungen der Benutzer und einige ausgewählte Szenarien, in denen sich die Wirkung unmittelbar messen lässt. Eine ungenutzte Lizenz ist ein Kostenfaktor ohne Ertrag, verteilen Sie Lizenzen daher regelmäßig neu.

Steuerung und Grundlagen der KI-Verordnung

Die KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689) gilt auch für Unternehmen, die KI nur einsetzen. Seit dem 2. Februar 2025 müssen alle Anbieter und Betreiber für ausreichende KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten sorgen (Artikel 4). Weitere Pflichten hängen von der Risikoklasse ab, diese wiederum vom Verwendungszweck, nicht vom Werkzeug. Dasselbe Sprachmodell kann in einem Fall minimal riskant sein, bei der Auswahl von Bewerbern aber ein hohes Risiko darstellen.

Für den Anfang brauchen Sie drei Dinge: eine kurze KI-Nutzungsrichtlinie, ein Verzeichnis der KI-Systeme mit Einstufung nach Risiko und ein Verfahren zur Prüfung des Datenschutzes, einschließlich der Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA), wenn sie erforderlich ist. Die Risikoklasse eines einzelnen Systems prüfen Sie im Leitfaden KI-Verordnung (AI Act): Risikoklassen.

Humanfrog unterstützt Unternehmen von der Bereitschaftsanalyse und der Vorbereitung der Microsoft-365-Umgebung bis zur Entwicklung von Agenten, Dokumentenverarbeitung und Assistenten für internes Wissen. Schreiben Sie uns, und wir legen gemeinsam den ersten Anwendungsfall fest, der ein messbares Ergebnis bringt.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet KI-Readiness?
Die KI-Readiness zeigt, ob ein Unternehmen die Voraussetzungen hat, damit KI-Lösungen nicht im Piloten stecken bleiben: ein klares Geschäftsziel, geordnete und zugängliche Daten, eine sichere technische Umgebung, qualifizierte Mitarbeitende, Nutzungsregeln und ein Budget. Der Reifegrad zeigt, welche dieser Voraussetzungen Sie bereits erfüllen und wo die größten Lücken liegen.
Was brauchen wir für die Einführung von Microsoft 365 Copilot?
Sie benötigen eine passende Microsoft-365-Basislizenz und eine zusätzliche Copilot-Lizenz, die ihn mit den Daten der Organisation verbindet (E-Mail, Dokumente, Besprechungen). Die Lizenzen können Sie über einen Microsoft-CSP-Partner wie Humanfrog beziehen. Ebenso wichtig ist die Vorbereitung der Umgebung: geordnete Zugriffsrechte in SharePoint und Teams, Vertraulichkeitsbezeichnungen, DLP-Richtlinien und ein Einführungsplan für die Benutzer.
Warum ist übermäßige Freigabe von Inhalten das größte Hindernis für Copilot?
Copilot zeigt nur Inhalte, auf die der Benutzer mindestens Leserechte hat. Sind Ordner und Seiten mit der gesamten Organisation oder über offene Links geteilt, kann ein Benutzer über Copilot schnell Dokumente finden, von deren Zugriffsmöglichkeit er gar nichts wusste, zum Beispiel Gehälter oder Verträge. Ordnen Sie die Rechte daher vor der Einführung, nicht danach.
Was ist der Unterschied zwischen Copilot und einem KI-Agenten?
Copilot ist ein Assistent, der Benutzer in Werkzeugen wie Outlook, Teams und Word unterstützt: Er fasst zusammen, sucht und erstellt Entwürfe, die Entscheidung bleibt beim Menschen. Ein KI-Agent führt einen Teil eines Prozesses selbstständiger aus, zum Beispiel liest er eine Anfrage, prüft Daten im ERP und bereitet eine Antwort oder Aufgabe vor. Agenten benötigen daher Integrationen mit Systemen, klare Regeln und Kontrolle.
Können wir KI nutzen, ohne Daten in eine öffentliche Cloud zu senden?
Ja. Für sensible Daten können Sie lokale oder private Modelle verwenden, die in Ihrem Rechenzentrum oder in einer Private Cloud laufen. Eine solche Lösung erfordert mehr Aufwand bei Aufbau und Betrieb und eignet sich daher vor allem für klar abgegrenzte Anwendungsfälle, etwa einen Assistenten für interne Dokumentation.
Gilt die KI-Verordnung auch für die Nutzung von Copilot oder ChatGPT?
Ein Unternehmen, das solche Werkzeuge einsetzt, ist in der Regel Betreiber. Unabhängig von der Risikoklasse muss es seit dem 2. Februar 2025 für ausreichende KI-Kompetenz der Beschäftigten sorgen (Artikel 4). Weitere Pflichten hängen vom Verwendungszweck ab: Unterstützt ein Werkzeug zum Beispiel Entscheidungen im Personalwesen, kann es sich um eine Hochrisiko-Nutzung handeln.
Wie messen wir den Return on Investment von künstlicher Intelligenz?
Messen Sie vor dem Piloten den Ausgangszustand des gewählten Prozesses: Bearbeitungszeit, Kosten, Fehler und Reaktionszeit. Vergleichen Sie nach der Einführung dieselben Kennzahlen und rechnen Sie alle Kosten ein, auch Integrationen, Datenbereinigung, Schulung und Wartung. Verfolgen Sie bei Werkzeugen wie Copilot auch die tatsächliche Nutzung, denn eine ungenutzte Lizenz bringt keinen Ertrag.